Stadt- und Heimatmuseum Rötha

Ausstellung zur facettenreichen Geschichte der Stadt Rötha. Ein Zimmer ist den Ereignissen der Völkerschlacht bei Leipzig, speziell Röthas Rolle als Hauptquartier, gewidmet.

Straße der Jugend 5, 04571 Rötha

Stadt- und Heimatverein Rötha e.V.
Tel.: 034206 / 54 507
Fax: 034206 / 68 516 
Öffnungszeiten: Montag-Freitag 10-14 Uhr, Samstag 15-17 Uhr

Die Verbündeten koordinierten ihre Truppen in der Völkerschlacht bei Leipzig von ihrem Hauptquartier im Schloss Rötha aus. So trugen die Befehle des Fürsten Schwarzenberg an seine Generäle bereits am 16. Oktober 1813 den Vermerk "Hauptquartier Rötha". Der russische Zar Alexander und Fürst Schwarzenberg hatten neben einer großen Anzahl von Offizieren während der Schlacht im Schloss Quartier bezogen. Auch für Kaiser Franz von Österreich waren einige Zimmer reserviert. Er hat sich ebenfalls in Rötha aufgehalten, um sich mit der Versorgung der in der Stadt befindlichen Verwundeten zu befassen. Erst am 21. Oktober früh ist er nach Zeitz abgereist.
Ein sehr wichtiger Punkt im Rahmen dieses geschichtsträchtigen Ereignisses ist der Auftrag gewesen, den der österreichische General Graf Meerveldt hatte. Während der für die Österreicher auf dem linken Flügel am 16. Oktober recht ungünstig verlaufenden Gefechte war er in französische Gefangenschaft geraten. Napoleon befahl ihn zu sich. Meerveldt wurde von Napoleon aus der Gefangenschaft entlassen, indem dieser Meerveldt den Degen zurückgab. Dafür bekam Meerveldt den Auftrag, bei Kaiser Franz, dem Schwiegervater Napoleons, um einen Waffenstillstand von 24 Stunden zu bitten. Meerveldt traf noch in der Nacht vom 16. zum 17. Oktober im Schloss Rötha ein, um die Wünsche Napoleons vorzutragen. Erst am folgenden Tag fand im Speisesaal des Schlosses im Beisein der alliierten Monarchen sowie aller anwesenden Gesandten und Generäle ein Kriegsrat statt. Hier wurde nun der Beschluss gefasst, sich in keinerlei Verhandlungen mit Napoleon einzulassen und auch keine Antwort auf seine Bitte zu erteilen, sondern die Angriffe fortzusetzen. Das historische Speisezimmer ist jetzt übrigens in der Burg Gnandstein untergebracht.

Text: Stadt- und Heimatverein Rötha e.V.

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